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Vor kurzem erschien in den Nachrichten, dass das Emsland eine der wenigen Regionen ist, in denen ein zweistelliges Wachstum der verfügbaren Arbeitsplätze prognostiziert wird. Zudem ist nirgendwo sonst in Europa die Jugendarbeitslosigkeit so gering wie in Deutschland. Diese Zahlen sind natürlich äußerst erfreulich. Allerdings bringt diese Stärke auch neue Herausforderungen mit sich. Allein in Niedersachsen fehlen uns bei gleichbleibender Entwicklung bald 670.000 Fachkräfte. Die damit verbundenen Umsatzeinbußen bei mittelständischen Unternehmen betragen in Niedersachsen bereits jetzt fast 2 Milliarden Euro.

Auf der anderen Seite sind in Europa 7,5 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 ohne Arbeit und befinden sich weder in Ausbildung oder Training. Allein in Spanien und Griechenland ist mehr als jeder zweite Jugendliche arbeitslos. Ich bin überzeugt, dass wir durch die Verbindung beider Probleme eine gemeinsame Lösung in Europa finden können.

Weder kann Deutschland alleine das Problem des Fachkräftemangels lösen, noch können andere Mitgliedsstaaten das Problem der Jugendarbeitslosigkeit im Alleingang in den Griff bekommen. Hier gilt es Synergien zu nutzen und zusammen voranzuschreiten. Wenn Jugendliche aus Mitgliedsstaaten mit hoher Arbeitslosigkeit in Regionen mit Fachkräftemangel arbeiten, kann dieser bekämpft und gleichzeitig jungen Menschen eine Zukunftsperspektive geboten werden.

Eine absolute Win-Win Situation! Auf diesem Weg können wir als Europäische Union gemeinsam einen Weg aus der Krise finden!