Das EU-Energielabel ist ein seit 20 Jahren bewährtes Instrument zur Verbraucherinformation. Viele Europäer achten beim Kauf von Produkten wie Spülmaschinen, Waschmaschinen, Fernsehern und Kühlschränken auf die farbigen Aufkleber, die auf den Energieverbrauch der Produkte aufmerksam machen. Mittlerweile gibt es jedoch Kritik am Label, da immer mehr Geräte in nur eine Kategorie fallen. Statt jedoch gleich ein neues Label zu erschaffen, können wir die Produktinformationen für Verbraucher auch mit wesentlich weniger Bürokratie verbessern.

Die EU-Kommission hatte bereits im Juli 2015 eine Überarbeitung der Skala vorgeschlagen, da die bestehenden Labels durch den technologischen Fortschritt der Produkte kaum noch differenzierbar sind. Es ist wichtig, dass bei der Umstellung der EU-Energiekennzeichnung auf A-G eine flexible, praxisnahe und bürokratiearme Lösung eingesetzt wird, um Verbraucher nicht unnötig zu verwirren und die betroffenen Hersteller und Händler nicht zu überfordern.

Dazu brauchen wir jedoch kein neues Label. Durch eine einfache und bürokratiearme Re-Kalibrierung werden Produktklassen wieder differenzierbar.

Sobald mehr als 30% der Produkte in die Effizienzklasse A oder mehr als 50% in die Effizienzklassen A und B fallen, soll die jetzige Skala, die Produkte von A-E klassifiziert bis G hin erweitert werden. Damit kann eine komplizierte Reform des populären Labels vermieden werden.