Auch in Niedersaschen waren Landwirte Opfer des sogenannten Fipronil-Skandals. Mittlerweile sind mindestens 45 Länder – nicht nur in Europa – von dem Skandal betroffen. Nach den bisherigen Ermittlungen gelangte das Insektengift in die Eier, weil es unerlaubterweise zur Reinigung von Hühnerställen eingesetzt wurde.

Klar ist, dass in einem solchen Fall Verbraucherschutz und die Lebensmittelsicherheit Vorrang haben. Dabei wird nun jedoch langsam klar: Der Skandal um die mit Insektengift verunreinigten Eier hätte vermutlich schon deutlich früher aufgedeckt werden können, hätten Belgien und die Niederlande die Informationen an das EU-Schnellwarnsystem weitergeleitet.

Logische Konsequenz muss sein, dass die Vorgänge mit den betroffenen Ländern aufgearbeitet werden. Ende September werden deswegen hier in Brüssel Verbesserungen des Schnellwarnsystems diskutiert. Und noch viel wichtiger für die betroffenen Landwirte denen ein Millionen-Schaden entstanden ist: Wie kann die EU den Geflügelhaltern finanziell unter die Arme greifen.

Verbraucher waren laut Angaben der EU-Kommission übrigens kaum einer wirklichen Gesundheitsgefahr ausgesetzt. Mindestens acht belastete Eier müssten täglich verzehrt werden, um kritische Grenzwerte zu erreichen.